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Nach der Vertreibung aus Schlesien am Ende des Zweiten Weltkriegs
besuchte er in Bamberg das humanistische Gymnasium und bereitete
sich nach dem Abitur 1954 dort auf seinen künftigen Beruf
als Musikerzieher vor. Seine erste Lehrerstelle trat er nach der
1. Lehramtsprüfung 1956 in Serrfeld/Königshofen an,
seit 1968 wirkt er in Schweinfurt als Volksschullehrer.
Seine Laufbahn als Musiker begann er 1962, als er den überregionalen
Lehrerchor "Fränkischer Singkreis" initiierte und
fortan leitete. Bereits 1963 legte er die Kantorenprüfung
an der Kirchenmusikschule Bayreuth ab. 1966 erhielt er das Bayerische
Staatsstipendium für ein zweijähriges Studium am Mozarteum
in Salzburg, das
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u.a. auch die"Elementare Musik- und Bewegungserziehung"
umfasste. Dort begründete er auch seine musikalische und
persönliche Beziehung zu Carl Orff.
Nach seiner Rückkehr nach Schweinfurt 1968 wurde Gunsenheimer
mit der Leitung des Oratorienchores "Liederkranz Schweinfurt"
betraut, die er heute noch innehat. Im selben Jahr gründete
er dort die Musikmodellklassen. Seit 1969 ist er als Kantor an
St. Lukas tätig und initiierte 1970 die jährlich veranstalteten
"Musiktage am Hochfeld", für die er als Leiter
namhafte Solisten, Chöre und Instrumentalensembles gewinnen
konnte. Als Nachfolger von Karl Thomas übernahm Gunsenheimer
nach dessen Tod 1973 die Leitung der jährlichen Chorleiterwoche
im Landesverband Evangelischer Kirchenchöre und ist außerdem
Leiter des alljährlichen Seminars für Kinderchorleiter.
Darüber hinaus war Gunsenheimer langjähriger Chorleiter
der Deutsch-österreichisch-schweizerischen Sing- und Spielwoche
in Salzburg und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule in Würzburg,
später an der dortigen Musikhochschule im Rahmen des Faches
Musiktherapie. Für den FSB ist er als Referent auf den regelmäßig
stattfindenden Lehrgängen tätig und fungiert als Mitglied
des Musikausschusses. 1983 wurde ihm der Titel "Kirchenmusikdirektor"
und der Ehrentitel "Chordirektor", 1987 die Stadtmedaille
Schweinfurt und 1990 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seine
umfangreichen Kompositionen umschließen sowohl Chorwerke,
wie Kantaten, Motetten, Chorsuiten und -sätze, als auch Instrumentalwerke,
von denen zahlreichen auf Platte oder vom Rundfunk aufgenommen
wurden. Ein Verzeichnis seiner Werke erschien 1991 im Eigenverlag.
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