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Transparenzregister - Lösung zur Gebührenbefreiung und Eintragungspflicht: Erleichterungen für gemeinnützige Vereine

Es gibt gute Nachrichten zu verkünden: Die seit 2017 bestehende Beitragspflicht für die Verwaltung des Transparenzregisters wird verändert. Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 10. Juni 2021 beschlossen, das umstrittene Transparenzregister anzupassen.

Es ergeben sich folgende Anpassungen:
Die rückwirkende Zahlungsaufforderung wird zwar nicht gestoppt, wir konnten allerdings folgende Ergebnisse erzielen:

  1. Für eine Übergangszeit bis 2023 soll es eine erleichterte Befreiung von der Zahlungspflicht geben;
  2. Ab dem Jahr 2024 soll ein Antrag für die Gebührenbefreiung nicht mehr notwendig sein.

Der Bundesmusikverband (BMCO), die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) und der Deutsche Chorverband (DCV), die tausende gemeinnützige Musikvereine vertreten, hatten sich u.a. neben dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und dem Deutschen Kulturrat für eine Vereinfachung der bürokratischen Regelungen im Kontext des Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinG) eingesetzt.

Zentrales Anliegen des Protests war, eine automatische Eintragung in das Transparenzregister und eine vereinfachte Gebührenbefreiung für die vielen gemeinnützigen Vereine im Bereich der Amateurmusik zu erwirken. Die errungene Lösung bedeutet für die ehrenamtlich und vereinsgetragene Amateurmusik eine große Entlastung.
Die Präsidenten Benjamin Strasser MdB (BMCO), Paul Lehrieder MdB (BDMV) und Christian Wulff (DCV) sowie Petra Merkel (ehem. MdB und Vizepräsidentin des DCV) begrüßten die Entscheidung des Deutschen Bundestags und das damit verbundene parteiübergreifende Signal: Amateurmusizieren braucht bürokratiearme Strukturen, damit die Amateurmusiklandschaft im Ehrenamt lebendig bleiben kann.

Welche konkreten Folgen ergeben sich?
Für das Jahr 2024 ist die Umsetzung eines „Zuwendungsempfängerregisters“ geplant, welches die steuerbefreiten Vereinigungen auflisten soll. Ziel ist eine Verknüpfung von Registern und Finanzämtern. Der Freistellungsbescheid soll hier automatisch hinterlegt werden. Vereine werden dann automatisch ins Transparenzregister aufgenommen und müssen nur die sich ergebenden Änderungen kommunizieren. Außerdem trägt der Bund die Registergebühren für befreite gemeinnützige Vereine.

Für die Zeit bis zur Umsetzung eines Zuwendungsempfängerregisters konnten folgende Erleichterungen erzielt werden:
Es muss pro Verein noch eine einmalige Antragstellung auf Befreiung der Gebühren bis zum Jahr 2024 erfolgen, wobei es sich hier um eine vereinfachte Art der Antragsstellung handeln soll: Die Vereine werden vom Bundesanzeiger Verlag angeschrieben und um Bestätigung der Gemeinnützigkeit gebeten, eine Übersendung von Nachweisen entfällt.
Durch den verbandsübergreifenden Protest an dem großen Aufwand für die Gebührenbefreiung konnte somit eine bürokratiearme Lösung geschaffen werden: Eine formlose Versicherung ersetzt den bis dato notwendigen Nachweis der Gemeinnützigkeit durch den Freistellungsbescheid.

Weitere Informationen:
Das im Geldwäschegesetz §§ 18 ff verankerte Transparenzregister ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Register, in das seit dem 1. Oktober 2017 die wirtschaftlich Berechtigten von juristischen Personen des Privatrechts und eingetragenen Personengesellschaften einzutragen sind. Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie, das am 26. Juni 2017 in Kraft trat.
Für gemeinnützige Vereine (steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung) galt ab dem Jahr 2020, dass sie durch Antrag davon befreit werden konnten, Gebühren für die Führung des Transparenzregisters an die Bundesanzeiger Verlag GmbH zu zahlen. Dazu waren viele Chöre seit Herbst 2019 aufgefordert worden. Der Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. (BMCO) hat sich daraufhin gemeinsam mit der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) und dem Deutschen Chorverband e.V. (DCV) für eine Gebührenbefreiung eingesetzt.

Wir freuen uns, dass der gemeinsame Protest nun Wirkung gezeigt hat.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Dr. Claudia Thorun
Verbandsmanagement

Deutscher Chorverband e.V.
Karl-Marx-Straße 145
12043 Berlin

Tel: +49 30 84 71 08 9-15
claudia.thorun@deutscher-chorverband.de
www.deutscher-chorverband.de
www.blog-dcv.de

Offizielle Pressemitteilung »

Hilfsprogramm Laienmusik verlängert

Vorgesehen ist, dass die Laufzeit des für das Jahr 2021 erneut aufgelegten Hilfsprogramms für die Laienmusik nicht am 30.06. endet sondern bis 31.12.21 verlängert wird.

Auch die den Vereinen entstehenden Zusatzkosten für die Beschaffung von Selbsttests sollen im Hilfsprogramm als förderfähig anerkannt werden.
Die Antragstellung und Abrechnung der Förderanträge sollen vereinfacht in einem Schritt nach dem 31.12.21 erfolgen.
Die Details werden derzeit in Abstimmung mit dem StMWK erarbeitet und demnächst bekannt gegeben.

Große Freude bei den Chören: Erleichterungen im Proben- und Konzertbetrieb ab Montag, 07.06.2021

Die intensiven Bemühungen unserer Laienmusikverbände und des Bayerischen Musikrates waren erfolgreich: Nach vielen Monaten Stillstand im Proben- und Konzertbetrieb unserer Mitgliedschöre hat die Staatsregierung umfangreiche Lockerungen ab Montag, 07.06.2021 angekündigt.

Bei einer Inzidenz über 100 gilt bis 30.06.2021 weiterhin die Bundesnotbremse, bei einer Inzidenz unter 100 gilt ab Montag, 07.06.2021 die 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV). Darin sollen umfangreiche Lockerungen in Kraft treten, im Laienmusikbereich sind dies speziell:

  • Aufhebung der Personenbegrenzung bei Proben im Innen- und Außenbereich. Die Maximalteilnehmer*innenzahl errechnet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raumes. Die Mindestabstände (1,50 Meter zur Seite, 2,0 Meter in Singrichtung) sind einzuhalten. Die Maskenpflicht im Innenbereich bleibt unverändert bestehen.
  • Aufhebung der Testpflicht bei stabiler Inzidenz unter 50.
  • Geimpfte / Genesene sind grundsätzlich von der Testpflicht befreit.
  • Sofern noch eine Testpflicht besteht, werden im Kinder- und Jugendbereich die Testungen im Rahmen des Schulunterrichts auch im außerschulischen Bereich anerkannt: Es muss keine zusätzliche Testung am gleichen Tag erfolgen.
  • Aufhebung der Personenbegrenzung im Bereich des außerschulischen Musikunterrichts.
  • Kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 500 Personen (bei fester Sitzplatzzuordnung) zugelassen.
Als Anhang der Bericht aus Kabinettsitzung vom 04.06.2021.
Sobald die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung uns vorliegt, werden wir Sie wieder informieren.

Downloads:

Weitere Lockerungen im Musikbereich

„Das ist ein guter Tag für die bayerische Musikszene“, fasst Dr. Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrates, die heute beschlossenen Lockerungen zusammen. „Wir sind froh, dass das Kabinett einigen unserer Forderungen gefolgt ist. Dies bestätigt unsere konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kunstministerium.“ Der bayerische Ministerrat hat ab Montag, 7. Juni folgende Lockerungen im Musikbereich verkündet:

Für die bayerischen Laienmusikvereine, Chöre und Orchester werden Proben nun noch etwas leichter. Zum einen entfällt ab Montag, 7. Juni die Begrenzung der Musikerzahl, d.h. dass die verfügbare Fläche für Proben und Auftritte anhand der Abstandsregeln die zulässige Anzahl an Mitwirkenden begrenzt. Außerdem müssen nur noch bei einer Inzidenz ab 50 die Mitwirkenden getestet werden (Ausnahme für Geimpfte und Genesene). Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Tests in Schulen und Hochschulen auch für die Proben anerkannt werden können. Dazu werden die Schüler nach den Pfingstferien eine entsprechende Bestätigung erhalten.

Darüber hinaus werden ab dem 7. Juni der außerschulische Instrumental- und Gesangsunterricht als Gruppenunterricht in Präsenzform wieder erlaubt. „Das bedeutet für unsere Musikschulen, Chöre und Orchester, dass wichtige Bestandteile der Ausbildung wie Musikalische Früherziehung, Chor- und Instrumentalklassen wieder möglich sind.“, freut sich BMR-Präsident Dr. Marcel Huber.

Ein weiterer wichtiger Schritt sind die erweiterten Möglichkeiten zur Durchführung von kulturellen Veranstaltungen. Für kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen können künftig nicht nur feste Bühnen, sondern wieder alle geeigneten Stätten genutzt werden (Hallen, Stadion etc.), wenn sie ausreichend Platz bieten, um einen sicheren Abstand der Besucher zu gewährleisten. Veranstaltungen unter freiem Himmel sind bei fester Bestuhlung mit bis zu 500 Personen zulässig.

„Für viele im Bereich der Laienmusik war der letzte und erste Lockerungsschritt zu wenig bzw. nicht nachvollziehbar. Aber er war nötig, um die heutigen Lockerungen vorzubereiten. Natürlich haben uns dabei die weiter sinkenden Inzidenzzahlen in die Karten gespielt. Umso mehr freuen wir uns über diese weiteren Öffnungsschritte.“, so BMR-Präsident Dr. Marcel Huber.

Niedrige Inzidenz muss jetzt in der Kultur deutlich spürbar werden

Musikrats-Präsident plädiert für schnelle Öffnung der Kultur in allen Bereichen

Mit Blick auf die bevorstehende Ministerrats-Sitzung hat der Präsident des Bayerischen Musikrats Dr. Marcel Huber in mehreren Schreiben auf die Dringlichkeit fälliger Öffnungsschritte im Kulturbereich hingewiesen. „Die Maßnahmen der Staatsregierung zeigen Wirkung und die Inzidenzen fallen. Dies berechtigt dazu, entscheidende Weichen zu stellen, um Unklarheiten zu bereinigen und damit weiter steigende Unruhe und immer größere Unzufriedenheit zu vermeiden“, so Huber.

In einem Maßnahmenkatalog plädiert der Musikrats-Präsident unter anderem für ein Aussetzen der Begrenzung der Personen bei Proben und Konzerten, für die Aufhebung der Einschränkungen für den außerschulischen Musikunterricht, für die Öffnung großer Spielstätten und für Regelungen bei Proben und Konzerten, die langfristige Planung ermöglichen.

Marcel Huber: „Es geht um die musikalische Zukunft Bayerns, im Bereich der Laien wie der Profis. Daher müssen jetzt die Grundlagen für einen sicheren Proben- und Konzertbetrieb geschaffen werden, einschließlich des zeitlichen Vorlaufs, den die Musizierenden benötigen!“

Die Präsidenten der vier Bayerischen Chorverbände fordern musikalisch sinnvolle Arbeitsbedingungen

Sehr geehrter Herr Staatsminister,

der anfänglichen Freude über die Wiederermöglichung von Proben und Auftritten für Chöre und Laienmusikensembles in Bayern nach Ankündigung durch den Ministerpräsidenten am 4. Mai und Bekanntmachung des Ministerratsbeschlusses am 10. Mai mit Aussicht auf eine Wiederaufnahme des Probenbetriebs ab 21. Mai folgte mit der Veröffentlichung des Rahmenhygienekonzepts eine heftige Ernüchterung. Nicht nur der Umstand, dass die Veröffentlichung der Bekanntmachungen (BayMbl 353 + 354 am 19. Mai., 12.BayIfSMV Fortschreibung vom 20.Mai) mit einem nicht nachvollziehbaren Abstand von 15 Tagen nach der ersten Ankündigung und erst 2 Tage vor Inkraftsetzung erfolgte, sondern vor allem die offenkundig zu Tage tretende Ungleichbehandlung des Laienchorwesens etwa gegenüber dem Amateursport löste umgehend sehr zahlreiche und deutliche bayernweite Reaktionen in den Reihen unserer rund 3070 Mitgliedschöre aus.

Diese reichen von verhaltener Freude über den bescheidenen Öffnungsschritt, massivem Unverständnis für die nicht aufeinander abgestimmten Regelungen bis hin zu sehr verärgerten Reaktionen über die Ungleichbehandlung im Verhältnis zu anderen gesellschaftlichen Gruppen, die an Deutlichkeit keinen Zweifel lassen.
Ursache dafür ist, dass die mit den ministeriellen Ankündigungen und Presseveröffentlichungen für die Wiederaufnahme des Probenbetriebs erwarteten praxisbezogenen Regelungen nicht die Ergebnisse der intensiven Vorgespräche wiedergeben, sondern im Gegensatz zu zeitgleich geregelten vergleichbaren Bereichen sogar noch verschärft wurden.

Als besonders schwerwiegend wird dabei empfunden, dass eine Erleichterung bei den Testpflichten für die Laienmusik in § 27 Abs. 2 der 12. BayIfSMV für Inzidenzen unter 50 im Gegensatz zu Erleichterungen für die Außengastronomie, die kulturellen Veranstaltungen und den Sport nicht enthalten ist. Allein für die Proben in der Laienmusik gilt demnach eine Testpflicht bei Inzidenzen von 0 (!) bis 100.

Die generelle Begrenzung der Personenzahl für Proben im Laienmusikbereich auf 10 innen und 20 im Freien wurde bereits im April, also noch zu Zeiten mit einer bayernweiten 7-Tage- Inzidenz von weit über 100, für einen ersten, zeitlich begrenzten Öffnungsschritt diskutiert.
Diese Personenbegrenzung ohne Berücksichtigung der Inzidenzzahlen passt mit den jetzt zeitgleich veröffentlichten Rahmenkonzepten für kulturelle Veranstaltungen und den Sport sowie den Regelungen für weitere Öffnungsschritte nach § 27 der fortgeschriebenen 12. BayIfSMV ebenfalls nicht mehr zusammen.

Weitere Unschärfen bei einzelnen Regelungen sorgen für Unsicherheit.
Hierzu zählen insbesondere eine klare Regelung bei der Ermittlung der zulässigen Personenzahl unter Berücksichtigung der Ausnahmeregelungen für Geimpfte und Genesene (SchAusnahmV) sowie eine klare Definition der Abstandsregeln für Geimpfte, Genesene und Haushaltsangehörige.

Die für eine Teilnahme am Präsenzunterricht verpflichtenden Tests für Schulkinder müssen mit einfacher Bestätigung durch die Schule auch für Kinderchorproben und andere außerschulische Angebote im zeitlichen Gültigkeitsrahmen anerkannt werden. Eine taggleiche doppelte Testpflicht findet keine Akzeptanz, verursacht erhebliche unnötige Kosten und zusätzlichen Betreuungsaufwand, führt zum Fernbleiben von außerschulischen Angeboten und zerstört damit die Nachwuchsarbeit.

Auf viele dieser Punkte wurde bereits im Vorfeld bei den vorbereitenden fachlichen Abstimmungsgesprächen mit dem StMWK ausdrücklich hingewiesen, ohne dass sie nun in die veröffentlichten Regelungen Eingang gefunden haben. Wissenschaftliche valide Daten zu den Anforderungen an die Mindestabstände wurden einfach nicht berücksichtigt. Ergebnis sind praxisferne, nicht faktenbasierte und damit teilweise nicht schlüssige bzw. nachvollziehbare Regelungen. Darüber hinaus fehlen jegliche Hinweise auf weitere Öffnungsschritte.

Als Vertreter von über 90.000 Chorsängerinnen und Chorsängern in Bayern erwarten wir mit der zum 7. Juni anstehenden Fortschreibung der 12. BayIfSMV klare Regelungen zu folgenden Punkten mit ergänzender Anpassung des Hygienekonzepts für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater:

  • Klare Festlegung weiterer Öffnungsperspektiven (Schritt 2), z.B.: Unbegrenzte Personenzahl mit Mindestabstandsregelung, ggf. Testpflicht bei einer Inzidenz von 50-100
  • Klare Festlegung, dass die Testpflicht unter einer Inzidenz von 50 entfällt
  • Klare Festlegung, dass für Kinder und Jugendliche die in den Schulen durchgeführten Schnellteste im Rahmen ihrer zeitlichen Gültigkeit auch für Chorproben und Auftritte gelten
  • Klare Bestätigung der Ausnahmenregelung für Geimpfte und Genesene bei der Ermittlung der Personenzahl (SchAusnahmV)
  • Klare Bestätigung der aufgehobenen Mindestabstände für Geimpfte, Genesene und Angehörige eines Haushalts.
Unsere Sängerinnen und Sänger erwarten eine eindeutige und schnelle Antwort auf ihre missliche Lage und eine Beendigung der eklatanten Ungleichbehandlung.

Die Herren Staatsminister Bernd Sibler und Dr. Florian Herrmann erhalten ein gleichlautendes Schreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Seebacher
Bayerischer Sängerbund e.V.

Dr. Paul Wengert
Chorverband Bayerisch-Schwaben e.V.

Hermann Arnold
Maintal Sängerbund 1858 e.V

Prof. Dr. Friedhelm Brusniak
Fränkischer Sängerbund e.V.

Lockerungen im Kulturbereich

In den letzten 14 Tagen haben sich die Berichte über Lockerungen im Kulturbereich überschlagen und es wurden verschiedene Öffnungsschritte im Kulturbereich angekündigt:

Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater

Ab Freitag, 21. Mai 2021 sind Proben im Laienmusikbereich in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 erlaubt. Für die Proben gilt derzeit generell eine Personenbegrenzung von max. 10 Personen (inkl. Dirigent, Ensembleleiter etc.) in geschlossenen Räumen bzw. von max. 20 Personen im Freien.

Neben dem grundsätzlich einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 m ist bei Einsatz von Blasinstrumenten und bei Gesang in Blas- bzw. Singrichtung ein erweiterter Mindestabstand von 2,0 m zwingend einzuhalten. Grundsätzlich wird für alle Musizierenden der erweiterte Mindestabstand von 2,0 m empfohlen. Beim Einsatz von Querflöten beträgt der Abstand mindestens 3,0 m nach vorne.

Die Teilnehmer an Proben müssen über einen negativen Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV verfügen. Gemäß § 1a der 12. BayIfSMV in Verbindung mit § 3 und § 7 der SchAusnahmV sind geimpfte und genesene Personen vom Erfordernis des Nachweises eines negativen Testergebnisses ausgenommen. Die Tests müssen dokumentiert werden, z.B. mit beigefügter Excel-Liste.

Die Kosten für die Tests können über das Hilfsprogramm für Laienmusikvereine gefördert werden, das bis Ende des Jahres 2021 verlängert wurde. Nähere Informationen zum Hilfsprogramm folgen in den nächsten Wochen.

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Fall eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter den Teilnehmern zu ermöglichen, müssen die entsprechenden Daten für die Dauer von vier Wochen gespeichert werden. Die Erhebung der Kontaktdaten kann auch in elektronischer Form (z.B. Luca-App) erfolgen.

Das Hygienekonzept ist zu finden unter https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-354/

Wichtig: Proben sind nur möglich, wenn der zuständige Landkreis oder die kreisfreie Stadt die Proben im Bereich des Laienmusizierens in einer entsprechenden Verordnung genehmigt hat!

Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern

Der Ministerrat hat beschlossen, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 bzw. unter 50 die Kreisverwaltungsbehörden ab dem 10. Mai den Betrieb in Theater-, Konzert- und Opernhäuser wieder zulassen können.

Bereits letzte Woche wurde dazu das Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern veröffentlicht.

Darunter fallen unter anderem auch Konzertaufführungen, Liederabende und ähnliche Darbietungen im Bereich der Laienkultur.

Kulturveranstaltungen im Freien

Ab dem 21. Mai 2021 sind Kulturveranstaltungen im Freien mit maximal 250 Zuschauern (feste Sitzplätze) in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 erlaubt. Dies gilt für kulturelle Veranstaltungen sowohl im professionellen Bereich als auch für Laien- und Amateurensembles. Für die Besucher gilt eine Testpflicht. Diese Testpflicht entfällt in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50.

Das Rahmenhygienekonzept für kulturelle Veranstaltungen (in Konzerthäusern und im Freien) ist unter https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2021-353/ zu finden.

Bitte beachten Sie, dass Proben nur möglich sind, wenn der betreffende Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt die weiteren Öffnungsschritte (bei Inzidenz unter 100) gemäß § 27 der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlässt!

Wir wissen, dass die jeweiligen Regelungen im gegenseitigen Vergleich nicht stimmig erscheinen:

  • Bei Proben ist die Musikeranzahl fix limitiert (10 / 20), bei Konzerten in Konzerthäusern und bei Kulturveranstaltungen im Freien nicht.
  • Bei Proben gibt es eine Testpflicht auch bei einer Inzidenz unter 50.
Zudem haben sich bei Durchsicht des Probenkonzeptes einige Fragen ergeben, die es noch zu klären gilt:
  • Unterliegen die Mitglieder eines Hausstandes ebenfalls den Abstandsregelungen?
  • Wie ist mit Genesenen/Geimpften umzugehen (sind sie zusätzlich zu den 10/20 Personen zugelassen / müssen sie Abstände einhalten)?
Bzgl. dieser Fragen haben wir umgehend um Klärung gebeten.

Laienmusiker dürfen ab 21. Mai wieder proben

Nach Monaten ohne gemeinsames Üben dürfen Laienmusiker und Amateur-Ensembles in Bayern wieder zusammen spielen. Unter strengen Hygieneauflagen werden Proben ab 21. Mai wieder erlaubt, wenn der Inzidenzwert vor Ort stabil unter 100 liegt.
Lange mussten sie warten, nun gibt es auch für Laienmusiker und Amateur-Ensembles in Bayern Licht am Ende des Corona-Tunnels: Ab 21. Mai wird der Probebetrieb in Bayern wieder erlaubt, wie Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts erklärte. Erlaubt wird das Üben im Freistaat demnach mit bis zu 20 Leuten im Freien und maximal zehn Leuten in geschlossenen Räumen. Bedingung: Der Inzidenzwert vor Ort muss stabil unter 100 liegen.
Es handle sich um einen "Eckpfeiler der bayerischen Kulturszene", sagte Herrmann. Ob Laienmusiker und Theatergruppen auch wieder Auftritte durchführen dürfen, ist allerdings weiterhin offen. Auch die genauen Hygieneauflagen für die gemeinsamen Proben sind noch nicht bekannt. Laut der Staatskanzlei machen das Wissenschafts- und das Gesundheitsministerium hierzu gemeinsam ein "Rahmenhygienekonzept" bekannt.

Bayern: Bald wohl auch Kulturveranstaltungen draußen

Generell sollen Kulturangebote in Bayern in den kommenden Wochen ausgedehnt werden. Ab 21. Mai sollen laut Herrmann auch Kulturveranstaltungen im Freien möglich sein - schon seit heute sind entsprechende Aufführungen bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 in Innenräumen möglich. Die Details zu den Kulturveranstaltungen im Freien werde man im Laufe der Woche noch festlegen, sagte Herrmann.
Quelle: BR24

https://www.br.de/mediathek/video/pressekonferenz-10052021-kabinett-zu-lockerungen-in-kultur-und-tourismus-av:60991b0c1678e900078cc215

Sobald uns das Rahmenkonzept und weitere Einzelheiten vorliegen, werden wir Sie darüber informieren.

Valentin-Becker-Preis 2021/2022
Kompositionswettbewerb

Valentin-Becker-Preis 2021/2022 - KompositionswettbewerbDer nach dem Würzburger Komponisten Valentin Eduard Becker (1814-1890) benannte Kompositionswettbewerb wird alle drei Jahre von der Stadt Brückenau in enger Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Sängerbund ausgetragen. Im kommenden Jahr werden wieder Chorkompositionen verschiedener Kategorien prämiert, die im Oktober 2022 in Bad Brückenauer Staatsbad in einer Galaveranstaltung uraufgeführt werden. Eingesandte Werke werden von einer mit anerkannten Experten besetzten Jury bewertet. Der Wettbewerb erhält Anerkennung und finanzielle Förderung durch das Land Bayern, den Bezirk Unterfranken und den Landkreis Bad Kissingen.

Die überragende Bedeutung des Wettbewerbs lässt sich an der Zahl eingesandter Kompositionen erkennen. In 2019 nahmen mehr als 160 Werke am Wettbewerb teil; insgesamt wurden über 4.000 Werke seit Beginn des Wettbewerbs eingesandt. Der Valentin-Becker-Preis 2021/2022 ist mit Preisgeldern von insgesamt € 6.000 dotiert.

Die Ausschreibungsbedingungen finden Sie hier ».

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Jury
Der Jury des Valentin-Becker-Preis Kompositionswettbewerbs gehören an:

  • Dr. Gerald Fink (Vorsitz), FSB Bundeschorleiter
  • Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, Professor i.R. Universität Würzburg
  • Franny Fuchs, Chorleiterin, Hochschule für Musik Würzburg
  • Prof. Dr. Heike Henning, Universität Mozarteum Salzburg
  • Dr. Wolfgang Schicker, Bayerischer Rundfunk, Studio Franken
  • Erhard Schumm, Franz-Miltenberger-Gymnasium, Bad Brückenau
Kontakt
Bei musikalischen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Gerald Fink, eMail: geraldfink@gmx.de
Bei organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Rolf M. Schlegelmilch, eMail: r.schlegelmilch@t-online.de

IMPULS fördert von Corona betroffene Amateurmusik in ländlichen Räumen

Mit dem neuen Förderprogramm IMPULS stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters 10 Millionen Euro für die Amateurmusik in ländlichen Räumen bereit. Die Förderung soll den Laien-Ensembles – nach Monaten des Stillstands – neue Impulse geben und als Motivationshilfe zu einem kraftvollen Neustart beitragen. IMPULS ist ein Baustein des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Bundesregierung.

Das neue Förderprogramm richtet sich ausdrücklich an aktive Amateurmusikensembles aus Kommunen mit höchstens 20.000 Einwohner*innen. Mit IMPULS werden kooperative Projekte gefördert, die unterschiedliche Akteure vor Ort zusammenbringen und so Vernetzung und Wissenstransfer ermöglichen. Neben der möglichst schnellen Wiederaufnahme der Proben- und Konzerttätigkeit verfolgt das Programm auch das Ziel, die Ensembles strukturell zu stärken und bei den Transformationsprozessen zu unterstützen, die sich durch die Pandemie noch beschleunigt haben. Dazu gehören z.B. neue, kreative Proben- und Konzertformate, mediale Sichtbarkeit, Maßnahmen zur (Wieder-) Gewinnung von Mitgliedern oder Förderung von Digitalität.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB sagt dazu: „Amateurmusik-Ensembles ermöglichen sehr vielen Menschen eine aktive Teilnahme am Kulturleben und tragen gerade abseits großer Metropolen entscheidend zu einem lebendigen Kulturangebot vor Ort bei. Durch die Corona-Pandemie wurde auch dieser Bereich unseres Musiklebens mit voller Wucht getroffen. Deshalb unterstützen wir mit unserem Förderprogramm den Neustart der Amateurmusik. So stärken wir zugleich die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Räumen und leisten einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland.“

Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester, kommentiert: „Mehr als 14,3 Millionen Menschen musizieren in ihrer Freizeit, Amateurmusizieren ermöglicht kulturelle Teilhabe für alle und hält die Gesellschaft zusammen. Daher ist und bleibt es unser Auftrag, dieses kulturelle Erbe zu schützen und die Basis unseres Musiklands nachhaltig zu sichern. Wir sind dankbar für das neue Förderprogramm IMPULS und freuen uns damit die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffenen Ensembles in den ländlichen Räumen unterstützen zu können.“

Anträge können von 1. bis 31. Mai 2021 eingereicht werden. Die Ensembles können sich um Fördersummen von 2.500 bis 15.000 Euro bewerben; einen Eigenanteil von 10% der Antragssumme müssen sie allerdings selbst tragen, z. B. durch ehrenamtliche Arbeit. Die geförderten Projekte werden in der zweiten Jahreshälfte 2021 realisiert.

Weitere Informationen zum Förderprogramm IMPULS sind unter www.bundesmusikverband.de/impuls zu finden. Informationen zum Programm NEUSTART KULTUR sind verfügbar unter www.kulturstaatsministerin.de.

Digitales Lexikon der Amateurmusik

Wissensplattform frag-amu.de geht online

Die frei zugängliche Enzyklopädie bündelt das Fachwissen rund um die Amateurmusik und schafft einen Mehrwert für alle Ensembles. Dazu beantwortet Amu, das schlaue Füchslein der Amateurmusik, nun zahlreiche Fragen. Amu weiß alles, was nicht zur Musik selbst gehört, aber für das Amateurmusizieren wissenswert ist.

frag-amu.deIm Bereich des Amateurmusizieren spielt die Entlastung von ehrenamtlich engagierten Menschen nicht erst seit der Corona-Pandemie eine große Rolle. In den vergangenen Jahren arbeitete der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) daher gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden an einer Plattform, welche den Wissenstransfer von Hauptamtlichen auf der Bundesebene zu den meist Ehrenamtlichen auf der lokalen Ebene beschleunigen kann.

In mehreren Umfragen und Workshops der Amateurmusikverbände kristallisierte sich heraus, dass insbesondere ein Lexikon der Amateurmusik einen deutlichen Mehrwert bieten würde: Informationen rund um das Amateurmusizieren sollten gebündelt und Wissen leicht zugänglich gemacht werden.

Während aus dieser Idee immer konkreter die Konzeption der digitalen Wissensplattform frag-amu.de wuchs, vergrößerte die Corona-Pandemie zusätzlich den Bedarf. Corona hat unzählige neue Fragen aufgeworfen. Fragen, die im Kompetenznetzwerk NEUSTART AMATEURMUSIK zusammenlaufen, die wieder und wieder gestellt und dort gemeinsame für die gesamte Amateurmusikszene beantwortet werden. Da das Kompetenznetzwerk verlässliche Antworten erarbeitet, lag es nahe, diese sogleich in das Online-Lexikon der Amateurmusik einzuspeisen.

Die Themen auf frag-amu.de orientieren sich dynamisch an Bedarf und Wünschen von Amateurmusiker*innen. Besonders aktuell sind in der derzeitigen Situation Themen wie die Weiterbezahlung von Dirigent*innen, Haftung bei Infektionen und virtuellen Mitgliederversammlungen. Hoch aktuelle, leicht verständliche und verlässliche Informationen zu Corona-Fragen sind stark nachgefragt. Die Plattform frag-amu.de entlastet hierbei - ebenso wie bei den rechtlichen Fragen, die den amateurmusikalischen Alltag immer mehr prägen - alle Engagierten.

frag-amu.de bündelt das gesammelte Wissen und die gemeinsame Expertise aller Amateurmusikverbände. So kann ein Verband z.B. Fachkenntnisse zum Urheberrecht beisteuern, und ein anderer z.B. Inhalte und Methoden zur Nachwuchsgewinnung übermitteln. Weil es bei den meisten Themen keinen Unterschied macht, um welche Art von Ensemble, es sich handelt, ist dieses Wissen auf alle Ensembles von A wie a-cappella bis Z wie Zupforchester übertragbar. Weitere Artikel kommen laufend hinzu, die Erweiterung der Plattform ist also ein kontinuierlicher Prozess.

Sämtliche Artikel wurden von Fachleuten geschrieben und werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Via Kommentarfunktion oder Kontaktformular können Amu weitere Fragen gestellt, Anregungen gegeben oder zusätzliche Artikel gewünscht werden. Spezielle Nachfragen zu Corona-Themen der Amateurmusik beantwortet die Beratungsstelle von frag-amu.de auch telefonisch: Von Montag bis Freitag jeweils von 11-13 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 19-21 Uhr unter 030- 609 807 81 - 39.

Die Programmierung von frag-amu.de wurde im Rahmen des Projekts „Die Verantwortlichen #Digital“ der Akademie für Ehrenamtlichkeit aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Der Betrieb und die Redaktion der Plattform werden gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

CORONA und die Einberufung von Mitgliederversammlungen und Vereinssitzungen

Für viele Vereine stehen die Mitgliederversammlungen vor der Tür. Kein leichtes Unterfangen in Corona-Zeiten. Deswegen wurde das Thema nun gesetzlich nochmals geregelt und für viele Bereiche Erleichterungen geschaffen. RA Richard Didyk aus München hat das Thema für uns zusammengefasst. Zentrale Aussage ist:

"Sowohl für noch ausstehende ordentliche Mitgliederversammlungen aus 2020 als auch für solche aus 2021 gilt nunmehr (vgl. aber unten Ziffer 6), dass eine Einberufungspflicht des Vorstands auch entgegen anders lautender Satzung jedenfalls solange nicht besteht, als eine Präsenzveranstaltung pandemiebedingt nicht gestattet ist und die Durchführung einer alternative Online-Versammlung weder dem Verein noch den Vereinsmitgliedern zumutbar ist. Versammlungen, auch solche aus 2020, können danach auf spätere Termine in 2021 verschoben werden."

Hier der ganze Artikel von RA Richard Didyk »

Durchhalten in der Corona-Pandemie: Fortsetzung des Hilfsprogramms für Laienmusik im ersten Halbjahr 2021

Aufruf zur Dokumentation von Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 – Antragstellung rückwirkend im Juli 2021 möglich – Kunstminister Bernd Sibler ermuntert, finanzielle Unterstützung des Freistaats zu nutzen: „Damit die Laienmusik in Bayern nach der Krise wieder an gewohntem Vereinsleben anknüpfen kann“

MÜNCHEN. „Das Hilfsprogramm für Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereinen und ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern durch die schwierige Zeit der Einschränkungen zu helfen. Zudem haben wir die Antragstellung deutlich vereinfacht“, gab Kunstminister Bernd Sibler heute in München bekannt. Die Vereine können von 1. bis 31. Juli 2021 die Förderanträge bei den jeweiligen Dachverbänden abrufen und rückwirkend für die Monate Januar bis Juni 2021 einreichen. Sie werden bereits jetzt dazu aufgerufen, ihre Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 zu dokumentieren, um dann problemlos den Antrag im Juli stellen zu können. Damit kann auf eine Verwendungsbestätigung verzichtet werden, was den Antragsprozess um einen Arbeitsschritt verkürzt. Staatsminister Sibler ermuntert Laienmusikvereine schon vorab, die Hilfe des Freistaats in der Corona-Pandemie zu nutzen. Er betonte: „Unsere vielfältige bayerische Kulturlandschaft lebt insbesondere von den zahlreichen Laienmusikvereinen. Neben dem großen kulturellen Beitrag, den sie leisten, gestalten sie insbesondere das soziale, gesellschaftliche Miteinander vor Ort entscheidend mit. Gerade auch deshalb vermissen viele Musikerinnen und Musiker und Sängerinnen und Sänger das gewohnte Vereinsleben. Wir setzen alles daran, das Engagement in der Laienmusik wieder vollständig zu ermöglichen, sobald die Pandemiesituation dies zulässt. Die Hilfsgelder sollen die Laienmusikvereine und die vielen Ehrenamtlichen weiterhin bei ihrem unermüdlichen Einsatz unterstützen.“

Das Hilfsprogramm für Laienmusik richtet sich an alle gemeinnützigen Laienmusikvereine, die Mitglied in einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern sind. Pro Laienmusikverein stellt der Freistaat bis zu 1.000 Euro bereit. Für jedes weitere Ensemble eines Vereins erhöht sich die Summe um zusätzlich bis zu 500 Euro. Im Rahmen des Hilfsprogramms können beispielsweise auch Maßnahmen zur Umsetzung von Schutz- und Hygienekonzepten oder die vorübergehende Anmietung von möglicherweise erforderlichen Proberäumen gefördert werden, wofür 5 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden.

Nähere Informationen zum Förderprogramm stellt der Bayerische Musikrat ab Januar auf seiner Homepage www.bayerischer-musikrat.de bereit.

Corona-Virus – Sammlung Internetlinks:

ACHTUNG: Diese Informationen können nur unterstützen und entbinden die Verantwortlichen unserer Mitgliedsvereine nicht davon, sich eigenverantwortlich und selbständig täglich über die aktuelle Lage zu informieren und eigene Entscheidungen zu treffen!
Bei neuen Entwicklungen oder allgemein verbindlichen Informationen oder Verordnungen werden wir Sie umgehend informieren und auf dem Laufenden halten!

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